BÖRSENBLOG JUNI 2025

vom CEO Silvano Grimaldi der unabhängigen Vermögensverwaltung GRIMALDI & PARTNERS AG

MONATSRÜCKBLICK

Die internationalen Aktienmärkte haben den Monat JUNI mit uneinheitlich beendet.

US-Börsen: Hauptfaktoren für den Anstieg

  • Technologiewerte und zweite Reihe im Fokus: Die US-Börsen, insbesondere der Nasdaq, erreichten trotz Schwäche einiger Tech-Schwergewichte neue Allzeithochs, angetrieben von starken Kursgewinnen bei Technologieaktien der zweiten Reihe wie Palantir, Zscaler und Micron Technology. Die Performance des Nasdaq war bemerkenswert, da sie nicht mehr nur von den „Glorreichen Sieben“ getragen wurde, sondern von breiteren Tech-Werten.
  • Entspannung bei Zollthematik: Die anfängliche Nervosität wegen der US-Zollpolitik hat sich beruhigt. Investoren gehen zunehmend davon aus, dass die Zölle vor allem als taktisches Druckmittel dienen, was die Märkte stabilisiert und zu einer positiven Stimmung beiträgt.
  • Positive Konjunkturprognosen trotz Bremsspuren: Obwohl das Wirtschaftswachstum in den USA verlangsamt ist, gibt es weiterhin positive Impulse durch die Erwartung eines temporär überhöhten BIP-Wachstums im zweiten Quartal (aufgrund von Importeffekten) und durch robuste Unternehmensgewinne im Technologie- und Finanzsektor.

Europäische Börsen: Hauptfaktoren für das leichte Fallen

  • Unsicherheit durch US-Zollpolitik und Handelskonflikte: Die wachsende Besorgnis über die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump und die gegenseitigen Anschuldigungen zwischen den USA und China belasteten die europäischen Märkte und führten zu einem schwächeren Start in den Juni.
  • Politische und fiskalische Risiken in Europa: Ankündigungen von Defizitverfahren und Ratings-Herabstufungen, insbesondere für Frankreich, sowie die Ankündigung von Neuwahlen sorgten für steigende Risikoprämien bei Staatsanleihen und Unsicherheit an den Aktienmärkten.
  • Schwächere Konjunkturindikatoren und Branchenspezifische: Europäische Autowerte standen besonders unter Verkaufsdruck, während nur einzelne Branchen wie die Ölindustrie Gewinne verzeichneten. Die allgemeine Schwäche der Konjunkturindikatoren trug ebenfalls zum negativen Marktumfeld be

AKTIE IM FOKUS

RICHEMONT behauptet sich im schwierigen Umfeld

  • Richemont hat in dem per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2024/25 wie erwartet im Schmuckgeschäft mit der Vorzeigemarke Cartier beim Umsatz zugelegt, und zwar um 8 Prozent. Das Uhrengeschäft mit Marken wie IWC litt hingegen weiter unter dem schwachen Konsum in China und schrumpfte um 13 Prozent.
  • Der Umsatz von Richemont ging gruppenweit in Asien-Pazifik um 13 Prozent zurück - angeführt von China, Hongkong und Macau mit einem Einbruch um 23 Prozent. Obschon sich die Situation in Asien zuletzt etwas aufgehellt habe: In China bleibt die Situation schwierig, betonte das Management.
  • Im Kontrast dazu stehen Regionen wie Europa (+10%), Americas (+16%), Japan (+25%) und Naher Osten & Afrika (+15%). Insgesamt kletterte der Umsatz der Gruppe - ohne die verkaufte Online-Sparte YNAP - um 4 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro.
  • Unter dem Strich verblieb in dem fortgeführten Geschäft ein Reingewinn von 3,76 Milliarden Euro (-1%). Damit hat das Unternehmen die Markterwartungen klar übertroffen.
  • Die Aktionäre kommen in den Genuss einer höheren Dividende von 3,00 Franken je Publikumsaktie nach 2,75 Franken im Vorjahr.

MONATSAUSBLICK JULI 2025

Chancen:

  • Zinssenkungshoffnungen verstärken sich (ohne Umsetzung)
    Inflationsdaten könnten sinken und die Erwartungen an eine erste Zinssenkung im Herbst stützen die Kurse vorab.
  • Starke Unternehmensgewinne Q2 (v. a. USA / Tech)
    Gute Ergebnisse der US-Giganten (z. B. Microsoft, Apple) könnten die Märkte weltweit anziehen.
  • Stabilisierung der Weltkonjunktur (Asien & USA)
    Frühindikatoren deuten auf Erholung, besonders im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor.

Risiken:

  • Inflationsrückschlag in den USA oder Europa
    Höhere als erwartete Inflationszahlen könnten die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen dämpfen.
  • Politische Risiken in Europa (z. B. Frankreich, EU-Einigkeit)
    Anhaltende Unsicherheit nach den Wahlen könnte Kapitalabflüsse auslösen.
  • Eskalation geopolitischer Konflikte (z. B. Taiwan, Ukraine)
    Neue Spannungen könnten zu Risk-Off-Stimmung führen, vor allem bei europäischen und asiatischen Märkten.

Für den Monat JULI 2025 erwarten wir leicht positive Tendenz.

AKTIENEMPFEHLUNG: RICHEMONT

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