AKTIENMARKTBERICHT von GRIMALDI & PARTNERS

AKTIENMARKTBERICHT von GRIMALDI & PARTNERS 

MONATSRÜCKBLICK - Februar 2020

Die internationalen Aktienmärkte haben den Monat Februar mit deutlichenVerlusten beendet. 

belastend wirkten:

Die Angst vor den wirtschaftlichen Schäden der Coronavirus-Epidemie-Verbreitung.

Durchwachsene ökonomische Indikatoren aus der Eurozone.

 

AUF TITELEBENE besonders aufgefallen: 

SCHWEIZ

Clariant streicht nach Gewinneinbruch bis zu 600 Stellen

Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr stellt sich der Schweizer Spezialchemiehersteller Clariant mit einem Stellenabbau auf trübe Zeiten ein. "Für 2020 wird das Wachstum angesichts des derzeit schleppenden wirtschaftlichen Umfelds und der anhaltend ungünstigen Wechselkursbedingungen begrenzt sein," kündigte das Unternehmen an. Daher sollen die Kosten um rund 50 Millionen Franken (47 Millionen Euro) reduziert und im Zuge dessen 500 bis 600 Stellen gestrichen werden.

Nestlé-Aktien nach abgeschwächter Wachstums-Guidance stark unter Druck

Die Aktien von Nestlé stehen am Donnerstag im frühen Handel stärker unter Druck. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern hat die Wachstumsschätzungen von Analysten knapp verfehlt, zudem hat er die Wachstumsziele etwas nach hinten geschoben. Vor allem letzteres dürfte den Kursrückgang bewirken.

Straumann setzt 2019 erneut deutlich mehr um

Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann hat 2019 den Umsatz erneut markant gesteigert und in der Schweiz 122 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für das laufende Jahr erwarten die Basler erneut ein zweistelliges organisches Wachstum. Konkret legte der Umsatz im Berichtszeitraum um rund 17 Prozent auf 1,60 Milliarden Franken zu. Organisch, also ohne Übernahmen und Währungseffekte, betrug das Wachstum rund 17 Prozent. Seit dem Jahr 2016 haben die Basler hier in jedem Quartal zweistellig zugelegt.

Swisscom-Aktien nach Zahlen solide im Plus

Die Swisscom-Aktien notieren im frühen Handel solide im Plus und damit etwas besser als der Gesamtmarkt. Die Resultate 2019 boten laut Analysten einige positive Überraschungen. Nur vereinzelt sorgt hingegen der Ausblick für Stirnrunzeln.

 

EUROPA (ex Schweiz)

Alstom will Bombardier-Zugsparte kaufen

Der französische TGV-Hersteller Alstom will die Zuggesparte des kanadischen Konkurrenten Bombardier übernehmen. Dafür solle ein Preis in der Spanne von 5,8 Milliarden Euro bis 6,2 Milliarden Euro gezahlt werden. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. Damit bahnt sich unter grossen Zugherstellern aus der Not heraus ein neuer Zusammenschluss an. Denn Bombardier ist in der Krise. Dessen Zugsparte sitzt in Berlin und beschäftigt in Deutschland Tausende Mitarbeiter.

Strafen brocken Airbus rote Zahlen ein - Vorsichtige Ziele für 2020

Milliardenstrafen wegen Korruptionsvorwürfen haben dem europäischen Flugzeugbauer Airbus 2019 sein Rekordjahr verhagelt. Während der Konzern seinem US-Rivalen Boeing die Rolle als weltgrösster Flugzeughersteller abjagte, verbuchte er wegen der hohen Strafen unter dem Strich einen Verlust von knapp 1,4 Milliarden Euro. Verschlechterte Exportchancen für den Militärtransporter A400M trugen ihr Übriges dazu bei. Derweil setzt sich der neue Airbus-Chef Guillaume Faury für sein erstes ganzes Jahr an der Konzernspitze eher vorsichtige Ziele.

Telekom-Chef sieht US-Milliardenfusion in greifbarer Nähe

Die milliardenschwere Fusion der Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint ist Telekom-Chef Tim Höttges zufolge in greifbare Nähe gerückt. Das neue Unternehmen werde den US-Konkurrenten AT&T und Verizon die Stirn bieten können. Die neue T-Mobile US werde nach aktuellem Stand rund 140 Millionen Kunden haben. Bei der Marktkapitalisierung käme das neue Unternehmen derzeit auf knapp 120 Milliarden Dollar, bei Verizon seien es 242 Milliarden Dollar. 

 

USA

Übergang zu 5G treibt Halbleiterkonzern Qualcomm an

Das Halbleiterunternehmen berichtete einen Q1 Umsatz von $5,06Mrd sowie EPS von $0,99 und lag damit über den Erwartungen der Analysten von $4,83Mrd bzw. $0,85. Der CFO Akash Palkhiwala berichtete aber auch von Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus auf die eigene Lieferkette. 

Walt Disney übertrifft Gewinnerwartung und Umsatzprognose

Walt Disney hat mit dem Gewinn für das erste Quartal die Erwartungen des Marktes übertroffen. Disney vermeldete einen Nettogewinn von 2,11 Milliarden Dollar bzw. 1,16 Dollar je Aktie. 

 

MONATSAUSBLICK – März 2020

Der Coronavirus hat weiterhin die Börsen fest im Griff. Die ergriffenen Regierungsmassnahmen dürften die Verbreitung des COVID-19 verlangsamen. Allerdings solange die Anzahl von Neuinfizierten nicht deutlich abnimmt und die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus auf den Konjunkturverlauf besteht, wäre eine nachhaltige Trendwende an den Aktienmärkten nicht zu erwarten. Die kommenden Tage dürften volatil bleiben. Kurzfristig bestehen gute Chancen auf eine Gegenbewegung. Dafür spricht unter anderem, dass der Fear & Greed Index von CNN Business eine extrem stark überverkaufte Lage signalisiert.

Somit, wir erwarten für März eine Stabilisierung auf tiefem Niveau oder noch weiter fallende Notierungen.  

AKTIENEMPFEHLUNG DES MONATS